Wie Familienzeit im Gottesdienst entstand

Wir waren eine Gemeinde mit einem  Gottesdienstbesuch von 50 Erwachsenen und 40 Kindern. Ein normaler KiGO war fast unmöglich. So viele Mitarbeiter kann eine kleine Gemeinde nicht stellen. Zu Beginn des Gottesdienstes waren die Kinder mit den Erwachsenen zusammen (Begrüßung, Ansagen, Lieder) Dabei waren die Kinder oft unruhig. Wenn sie dann zum Kindergottesdienst den Raum verließen, war es wie eine Sogwirkung. 40 Kinder und 8-10 Mitarbeiter verließen den Raum. Im GD der Erwachsenen konnte man eigentlich wieder von vorne anfangen.

Da entstand die Idee: lasst uns unsere Kinder dann etwas über Gott lehren, wenn sie auf dem Schoß ihrer Eltern sitzen. Die haben sowieso den größten Einfluss auf ihre Kinder und brauchen Anleitung, wie sie das im Alltag tun können.

Wir begannen mit einer Probephase von 3 Monaten, in denen wir an drei Sonntagen im Monat Familienzeit hatten. Jeder Sonntag wurde von einem Team vorbereitet, das nicht nur aus Kindermitarbeitern bestand. Es brachten sich auch Menschen ein, die einfach daran interessiert waren, dass die Gottesdienste lebendig sein sollten und die ihre Gaben und Fähigkeiten ausprobieren wollten.

 

Andere Gemeinden übernahmen die Idee und passten sie ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen an. Manche Gemeinden haben jeden Sonntag Familienzeit, andere einmal im Monat. Wieder andere machen drei Mal hintereinander Familienzeit und laden mit besonderen Flyern ihre Freunde dazu ein. Dann gibt es wieder zwei Monate Familienzeit-Pause.