Erfahrungen

Regine Awiszus aus der FeG Münster:

Wir sind ein Vorbereitungsteam von vier Personen und haben

mittlerweile viele Ideen. Jede Familienzeit sieht anders aus. Auch die Resonanz aus der Gemeinde ist durchweg positiv.

Wir haben uns ein Logo für die Familienzeit überlegt: Ein Bushaltestellenschild! Solch ein Schild mit Ständer haben wir uns von den Stadtwerken besorgt und es steht immer zur Familienzeit auf der Bühne. Damit wird ausgedrückt, dass JEDER hier einsteigen kann und wir gemeinsam als Familie Gottes diese Zeit erleben wollen.

Zum Schluss der Familienzeit kommen die Kinder nach vorne und wir singen gemeinsam den Kindern ein Segenslied zu. Wir singen es zweimal und beim zweiten Mal gehen die Kinder dann in den Kindergottesdienst.

Wir sind in unseren Familienzeiten auch nicht perfekt - natürlich nicht - und hatten am Anfang auch mit einigem Gegenwind zu tun.

Was uns noch schwer fällt ist, in Aktionen die Gemeinde einzubeziehen. Da trauen wir uns oft noch nicht so richtig. Biblische GEschichten fallen uns schwerer umzusetzen als konkrete Themen.

 

Katharina Vetter aus der Christuskirche Schneverdingen (BFP) erzählt:

 

Vor ein paar Wochen gestaltete ich den Gottesdienst so, dass einige Ideen der Familienzeit im Gottesdienst einflossen. Da unsere Gemeinde so etwas noch nie so durchgeführt hat - außer Familiengottesdienste, die mehr wie Kinderstunden aufgebaut waren - hatte ich erst echt Bange, dass es gut ankommt... Aber Gott gab mir die Idee, verschiedene Stationen im Gottesdienstraum vorzubereiten (Gebet, Lobpreis, Gemeinschaftsspiel, Zeugnis geben, Geschichte Kindern vorlesen und nachspielen). Die Gruppen waren ca. 7 Mann stark und zwei Lobpreiser leiteten die Lobpreiszeit.
Immer wenn eine Station fertig war, wechselten sie zu einer, die gerade frei war. Die Lobpreismusik sorgte mit für eine durchgehend schöne Athmosphäre. Ich selber brauchte nur vieles vorbereiten und abwechselnd bei den Stationen schauen, ob alles verstanden wurde (vorher schriftlich ausgelegt). Schließlich trafen sich am Schluss alle bei der Lobpreisstation. Die Kinder waren einfach dabei, bzw. blieben dann bei einer Station und verkleideten sich. Ich hatte richtig Freude am Gottesdienst und alle schwärmten danach von dieser Art. Ich denke, das war für den einen Sonntag schon mal ein guter Anfang, der die Leute mehr auf Gemeinschaft eingestimmt hat. Man kann es nicht immer so machen, da die Lehre sonst auf der Strecke bleibt.
Eine Idee kam mir aber noch, dass man generell nach jeder Predigt sich noch mit kleineren Gruppen darüber austauscht und vertieft - wenn dies nicht schon in Hauskreisen erfolgt.
Gott hat für jede Gemeinde und jeden Sonntag etwas anderes vor und ich bin gespannt, was noch so alles kommt. Wichtig ist nur, dass wir nicht mehr an den Traditionen festhalten und sich selbst dieses neue Konzept immer weiter entwickelt.
Gott ist kreativ!


Beate Gaida und Tina Meißner aus der "Gemeinschaft Zion", Lauffen a.N berichten:
Seit fast 10 Jahren veranstaltet unsere Gemeinschaft - eine ökumenische Gemeinschaft innerhalb der charismatischen Erneuerung der kath.Kirche - Gottesdienste, die immer mit einer gemeinsamen Familienzeit beginnen. Meistens wird sie von 2 Erwachsenen und unserer Handpuppe Lotta gestaltet. "Lotta" wohnt in einem Koffer und wird der Einfachheit halber von einer weiteren Mitarbeiterin gesprochen, die mit Mikro bei den Erwachsenen sitzt.
Inhaltlich geht es meist um biblische Geschichten, gelegentlich orientieren wir uns auch am Kirchenjahr, nehmen immer die Jahreslosung mit hinein und haben aber auch schon Themen wie "Jeder trägt etwas bei", "Dankbarkeit", "Vater Unser", ... gemacht.
Die Familienzeit beginnt so gut wie immer mit den Geburtstagskindern, die nach vorne geholt werden, dort einen Segen und eine Süßigkeit (Bergle/ Lottini) und ein Lied bekommen. Oft wird das Thema hier schon mit aufgegriffen.